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Fährmann Michel Schleiden                                                                                  Foto: Wilbert Schleiden

 

 

 

Die Brücke lag im Rhein und es gab auch keine Fähre mehr. Da holte man einen Gemeindenachen  und hielt damit die Verbindung nach Remagen. So schrieb Willi Christmann in einem Artikel im „Schmitze-Blättchen" von 1965 über das Frühjahr 1945 in Erpel.

 

In der Bonner Rundschau erschien folgender Artikel:

 

1945 rief man: „ Fährmann hol über "

Romantische Rheinfahrt - könnte man sagen, wenn man dieses Foto aus dem Jahre 1945 betrachtet. Motorboote verkehrten damals zwischen Erpel und Remagen nicht, aber die Fährleute brachten mit Ihrem Nachen die Fahrgäste dennoch sicher über den Strom. Ein einfaches Segel half noch etwas, die Kraft des Ruderknechtes zu schonen. Gewiß wird mancher Fahrgast dieses „ in-See Stechen "als ein waghalsiges Unternehmen empfunden haben. Für den Fährmann war es die Alltagsarbeit. Er fühlte sich verantwortlich für seine Kunden und war bemüht, seinen vollbeladenen Kahn mit möglichst wenig Schauckelbewegung ans andere Ufer zu bringen. Es verkehrten damals noch nicht so viele Schiffe, die das Wasser aufrührten und hohen Wellengang verursachten. „ Fährmann, hol über " riefen die Menschen am Ufer wenn der Fährnachen gerade auf der anderen Seite „ vor Anker" lag.